Ein kalter schneidender Wind wehte. Der Himmel war grau von Wolken verhangen. Dunkle Schatten überzogen alles weit und breit. Eine weite Grasebene in der sich trotzig ein einziger Baum erhob lag zu Katharins Füßen. Wie ein Meer wogte der Grüne Raßen. Stimmen schienen daraus zu flüstern. Aber nicht nur im Graß selbst der Wind schien ihr etwas zuzurufen. Sie saß auf einen Ast der großen Eiche und klammerte sich so fest daran wie sie nur konnte. Sie wusste nicht warum, irgendwas sagte ihr etwas schlimmes würde geschehen, würde der Wind sie vom Baum zerren. Spott und Hohn riefen ihr die Stimmen immer wieder entgegen. Es tat weh. „Hört auf, hört auf“, rief sie. Doch sie kam nicht dagegen an. „Hilf mir, bitte“ schluchzte sie. Sie wusste nicht wen sie hätte bitten sollen. Sie wollte nur das irgendjemand sie erhörte, irgendjemand! Durch den starken Wind flogen die Blätter der Eiche davon, weit, weit weg. Mit jeden Blatt ein Stück der Hoffnung.

Ohne Vorwarnung schoss ein Blitz aus den Wolken hervor. Er entzündete ein Feuer das wild brennend den Baum umschlang. Doch er verbrannte nicht. Und auch sie spürte keine Angst vor den Flammen. Ganz im Gegenteil. Die Wärme schien in ihr Herz zu fließen. Wie gute Freunde war es so als würden sie sie beschützen und ihr Kraft geben.
Nach Stunden so glaubte sie ließ der Wind nach und auch die Flammen zogen sich darauf zurück Der Himmel klärte sich und die Schatten verschwanden. Die Strahlen der Sonne reinigten es von der Dunkelheit. Katharin kletterte vom Eichenbaum. Endlich war alles ausgestanden. Doch sieh da! An der Eiche hing kein einziges Blatt mehr. Es machte sie traurig den Baum der ihr Schutz geboten hatte so zu sehen. „Es wird lange dauern bis dieser Baum wieder grünt und blüht, doch sei gewiss er wird eines Tages wieder seine grüne Krone tragen“, hörte sie eine Stimme hinter sich. Sie drehte sich um und erwachte aus ihren Traum.

"Mein Herr?!" rief Gabriel der Gottals erstes erblickte. "Mein Herr gut das ihr da seid" begrüßte ihn Uriel. "Seid ihr mal wieder am streiten. Was giebts denn?" "Es fehlen schon wieder Namen auf der "Schwarzen Liste" Uriel fuchtelte wild mit einer Schriftrolle in der Gegend herum. Zeig mal her". Still sah der Herr sich kurz die Liste an. " Stimmt, das war er" Der Schöpfer trug bis jetzt immer noch die Gestalt eines kleinen Jungen. Doch nun schien er rassend schnell zu einen jungen Mann heran zu wachsen, dessen kalter Blick Rafael einen kalten Schauer üb den Rücken jagte. "refael, du wirst zur STrafe Küchendienst tun. Die "Liste" ist nicht dafür da das du eifach Namen ausradierst." Gott gab ihn einen zusammengefalteten Zettel, "Hier stehen die Adressen von Klostern und Hilfslagern drauf, wo du als nächstes arbeiten sollst. Du hast heute noch mal Glück gehabt, du darfst dir einen der Seraphim mitnehmen. Und zwar dem der für die Aufträge von Gabriel verantwortlich ist." "Von mir? Hat den etwas nicht gestimmt?" fragte der blauäugige Engel erschrocken. "So ist es, du hast eine falsche Botschaft überbracht. Aber das ist jetzt nicht mehr zu ändern. Es ist nicht deine Schuld. Und du Rafael worauf wartest du noch, schnapp dir den Seraphim und vergiss nicht zu sagen das die Anweisung von mir kommt. Los jetzt!"

"Bin schon weg Chef" damit kratzte der weise Engel schleunigst die Kurve.

"Hey Kathi aufstehen, du musst in die Schule", rief ihre Mutter. "Nein ich will den Traum nicht vergessen" Katharin schloss die Augen um sich alles nochmal in Erinnerung zu rufen. Dann nahm sie einen der Stift und ein weißes Papier vom Nachttisch und schrieb Begriffe wie: Graßebene, Baum, Sturm, Schatten, Feuer, Wind, .... usw. auf. "Ja, Mama bin schon waaacchh" *rief sie als sie schritte hörte.


Die Schritte wanten sich wieder ab. "Was machst du da?" Katharin schrack hoch. Eine bekannte Stimme lies sie herumfahren. "Du lebst!" rief sie und wollte ihn um den Hals fallen, fiel aber stattdesen auf den Boden. "Eigentlich bin ich ja immer noch Tod" erwiederte die weißgekleidete Gestalt vor ihr. "Du hörst dich schon fast so an wie der Mann auf den Dach des Kinos" murmelte sie. "Ja ich war auf den Dach, aber..."

"Aber?" "Ich kann mich danach an nichts mehr erinnern, plötzlich stand ich wieder hier bei dir." "Seltsam. Ähm... könntest du bitte rausgehen ich will mich umziehen. Und ich könnte ziehmlich böse werden, wenn du spannst" drohte sie. "Klar." Als Katharin meinte noch ein eingeschnapptes "Wer bin ich denn..." von ihm zu hören als er das Zimmer verließ. Sie war froh das Daniel wieder da war.

Katharin saß am Frühstückstisch, während Daniel ungesehen (außer von ihr) sie anstarrte, oder besser gesagt ihr Marmeladenbrot. "Jetzt guck mich doch nicht so an" sagte sie schon etwas genervt zu ihm. Ünglücklicherweise saß ihre Mutter in der selben Richtung. "Wie bitte? Was redest du denn da? Sie lieber das du fort kommst, oder willst du schon am ersten Schultag nach den Ferien zu spät kommen" sie deutete auf die blaue Küchenuhr an die Wand. "Ja ok ich mach ja schon"

Sie schlenderte gemütlich den Schulweg entlang. "Besser spät als nie" *murmelte sie* "gehst du das nicht etwas zu locker an?" fragte sie jemand hinter ihr. Katharin erstarrte. Dann drehte sie sich ärgerlich zu Daniel um. "Was hast du den hier zu suchen? Ein Geist in der Schule. Das soll ja wohl ein Witz sein." zischte sie. "Ich wollte dich nur begleiten, ich hatte keine Lust allein zu bleiben. Ich stör auch nicht, bitte." Daniel sah sie mit einen bittenden lächeln an das sie nicht abschlagen konnte. "Ach mach doch was du willst" murmelte Katharin.

VERSTECKTE WAHRHEIT
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