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Dunkelheit. Nur Dunkelheit. Das schwarze Nichts schien ihn verschluckt zu haben. Dunkelheit, Stille, Einsamkeit. Das war also das Nichts, das war also der Tod. Wie im schlaf befand er sich in dieser leeren Welt. Schnell, viel zu schnell flogen die Erinnerungen an sei letztes Dasein davon. Unmöglich sie zu fassen. Seine Seele erwachte erst als auch die letzte Erinnerung wie ein Trugbild im Dunkeln verschwand. Als er seine Augen für die Finsternis öffnete wurde ihm klar. Das war eine Welt in der Nichts geschah. SO EINE WELT, WOLLTE ER NICHT. Dieser Gedanke schrie in ihm auf. Doch wer sollte ihn erhörn? "Dann komm" Eine safte warme Stimme rief ihn. Er war verwirrt. Wer war sie? "Folge immer meiner Stimme" Wie ein Stern leuchtet diese Stimme ihn. Er folgte ihr, wie sollte sie ihn zu einen schlimmeren Ort bringen als diesen. Bald wechselte die Stimme in einen Gesang über. Es war ein Kirchenlied. Wie ein Licht breitete es sich in seinen Herzen aus. Doch was war das? Vor ihn schien wirklich ein Licht zu leuchten. Es wurde stärker, er war geblendet, es schien auf ihn zuzukommen. Er nahm nur noch dieses blendend weiße Licht wahr. Plötzlich verflog der Schein des Lichtes, so schnell wie er gekommen war. Als er verwirrt die Augen öffnete befand er sich an einen seltsamen Ort wie ihm schien. Der blaue Himmel erstreckte sich über dieses Reich das nichts anderes als ein großer blühender Garten zu sein schien. Ein sanfter Wind fuhr durch das grün der Bäume. Er konnte die wärme der Sonne fühln. War das hier der Himmel? Doch dann vernahm er die Stimme des Mädchens. Sie hatte ihn hierhergeführt. "Endlich bist du da" Sie saß zwischen den Pflanzen den Rücken zu ihm gewandt das er ihr Gesicht nicht sehen konnte. "Bist du ein Engel?" fragte er zögernd. Das Mädchen lachte "Nein"."Ich hätte nicht gedacht es noch jemanden gibt der so einsam ist wie ich" ein trauriger Ton klang aus ihren Munde. "Dieser Traum ist schön. Nicht wahr. Ich bin es leid mich den Schicksal des "wachen" Lebens hinzugeben. Du hast mich gefragt ob ich ein Engel wär. Kann es nicht eher so sein das du mein Engel bist" zärtlich umarmte sie ihn von hinten, ehe er sich versah. Ihm war nicht zum lachen zu Mute. Sie lebt.Schoss es ihn durch den Kopf. "Du solltest lieber aufwachen" sagte er ernst zu dem Mädchen. Sie strich energisch eine ihrer, dunklen Haarsträhen zurück, ihm fiel auf wie schön sie war. "Ich will aber nicht! Hier ist es viel besser" erwiderte sie trotzig. "Ich weis nicht was der Grund für deine Sturheit ist", gab er zu, "...Doch Träume sind nicht dazu da vom Leben wegzulaufen. Kein Wunder das du einsam bist... hier bist du allein" ohne das geringste Anzeichen von Sanftheit oder Mitleid schleuderte er ihr seine Worte entgegen. Das Mädchen ballte die Fäust, ihre Stimme bebte. "ts, du bist doch auch nicht besser, als ich sonst wärst du nicht hier", wehrte sie sich. "Aber gut, ich tue was du sagst, unter einer Bedingung" Nun kam etwas mit dem er nie gerächnet hätte. Sie sah auf und lächelte. Lächelte ihn an. "Du musst mich in der realen Welt besuchen kommen, und zwar leibhaftig, sonst...naja lassen wir das mal" Er erstarrte. Selbst der Wind schien den Atem anzuhalten. "Leibhaftig? Aber ich bin..." Hilflos schlug er die weiße Kaputze seines Gewands zurück. Wie sollte er es ihr am besten sagen. "Du bist.." hörte er sie zögernd sagen. Sanft als könnte er zerbrechen, wenn sie ihn berührte küsste sie ihn. "... jemand ganz besonderes für mich" Wie aus den nichts flog plötzlich ein weißer Singvogel herab und landete elegant auf seiner Schulter. "Das ist Hugin" erklärte sie ruhig als wäre das alles ganz normal für sie. "Ich bin übrigens Katharin. Hugin wird dich in und durch deine Träume zu mir führen". Einen Augenblick sah er verwirrt den Vogel an. Den zierten zwei lange schöne Schwanzfedern und drei nicht viel weniger kurze Federn am Kopf. Zwei perlenartige Augen sahen Katharins Gesprächspartner nachdenklich an. Ihre Stimme schreckte ihn hoch. "Also bis dann" verabschiedete sich Katharin und war im Begriff aus ihren Traum zu verschwinden. "Warte!" schrie ihr er nach "Ich bin..." doch es war zu spät. Längst war sie fort."..tod" flüsterte er seinen Satz zu Ende. Der Traum zerbrach in Tausenden von Scherben. Sie flogen an ihm vorbei und lösten sich in Luft aus. Als die letzten Splitter verflogen waren, tat sich vor ihm und Hugin eine neue Welt auf. Das vom Jenseits so ferne Diesseits. Katharins Welt. (so ich lüfte gleich zu Anfang mal ein kleines Geheimnis um Hugin. Sein Name sagt eigentlich schon aus was er in Wirklichkeit ist. Hugin = Gedanke. Den Namen habe ich aus der nordischen Mythology genommen. So heißt nämlich einer der beiden Raben die links und rechts auf Odins (Wotans) Schulter sitzen sollen. Sein Kollege heißt übringens Munin = Gedächtnis. So, Info Nummer 1 beendet ^^) ![]()
ERWACHEN
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